Der Tag
5. November 2026
imageHeute mit Charlotta Siemer und Nilofar Breuer
Zum Archiv
18:08 Uhr

"Verheerender" Hausbrand in New York - sechs Menschen sterben

Traurige Nachrichten aus New York: Bei einem Hausbrand in der US-Metropole sind sechs Menschen ums Leben gekommen. Überdies seien vier Zivilisten, drei Feuerwehrleute und zwei Polizisten verletzt worden, sagte Bürgermeister Zohran Mamdani. Er bezeichnete den Brand als "verheerend" - trotz des schnellen Eingreifens der Feuerwehr, die innerhalb von weniger als vier Minuten vor Ort gewesen sei.

Aufnahmen zeigten Flammen, die aus mehreren Fenstern des Reihenhauses im Stadtteil Sunset Park aufstiegen, der rund acht Kilometer von Manhattan entfernt liegt. Mamdani sagte, es sei noch zu früh, um die Brandursache zu kennen. Brandermittler waren nach Angaben von Daniel Flynn von der New Yorker Feuerwehr vor Ort im Einsatz, um Spuren zu sammeln. Erst im vergangenen Monat waren vier Menschen in der Bronx ums Leben gekommen, nachdem eine Elektrofahrrad-Batterie in einer Wohnung in Brand geraten war.

"Verheerender" Hausbrand in New York - sechs Menschen sterben
17:35 Uhr

Ex-Milliardär Benko wegen Betrugs verurteilt

Die Entscheidung im jüngsten Prozess um René Benko ist gefallen: Der österreichische Immobilienunternehmer ist in einem neuen Verfahren wegen schweren Betrugs verurteilt worden. Das Landesgericht Innsbruck sah es als erwiesen an, dass der Gründer der Signa-Gruppe einen Investor um fünf Millionen Euro geschädigt hatte, wie die Zeitung "Der Standard" berichtete. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Ex-Milliardär erhielt laut "Standard" und der österreichischen Nachrichtenagentur APA eine Zusatzstrafe von zwei Jahren. Damit wird eine bisherige Strafe von zweieinhalb Jahren Haft ausgeweitet, die in einem vorangegangenen Prozess wegen Schädigung von Gläubigern verhängt worden war.

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Erst im September war Benko bereits zu 30 Monaten Haft verurteilt worden. (Foto: picture alliance/dpa/APA)
Ex-Milliardär Benko wegen Betrugs verurteilt
17:03 Uhr

Von Mafia verfolgter Erfolgsautor gibt Elif Eralp Ratschläge

Elif Eralp will Regierende Bürgermeisterin in Berlin werden - und fürchtet um die Sicherheit ihrer Familie, wenn sie einen Palästina-Aktivisten öffentlich benennt. Nun meldet sich der von der Mafia verfolgte italienische Erfolgsautor Roberto Saviano zu Wort. Er rät der Berliner Linken-Politikerin, Personen beim Namen zu nennen, vor denen sie sich fürchtet. Es sei furchtbar, die eigene Familie im Fadenkreuz zu wissen, schreibt Saviano in einem offenen Brief an Eralp, den er in der aktuellen Ausgabe der "Zeit" veröffentlichte. "Der einzige Schutz ist ein laut ausgesprochener Name, mit dem Staat an Ihrer Seite."

Die Berliner Linke verhandelt derzeit mit Grünen und SPD über eine Koalition. Vor einer Woche hatte ein "Spiegel"-Bericht für Wirbel gesorgt, wonach Eralp die Sicherheit ihrer Familie in Gefahr sieht.

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Will in Berlin Regierende Bürgermeisterin werden: Elif Eralp. (Foto: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld)
Von Mafia verfolgter Erfolgsautor gibt Elif Eralp Ratschläge
16:17 Uhr

Wütende Kunden stürmen Straßen nach Bankenkollaps

Verzweiflung und Wut treiben Tausende in Paraguay auf die Straße. Eine Großbank ist kollabiert, Millionen Menschen kommen nicht an ihr Erspartes. Die Nähe des Präsidenten zu den Eigentümern wirft heikle Fragen auf.

Wütende Kunden stürmen Straßen nach Bankenkollaps
15:52 Uhr

Schauspieler Russell Brand wegen Vergewaltigung schuldig gesprochen

Der britische Schauspieler und frühere Comedian Russell Brand ist in einem Strafprozess um sexuelle Gewalt in mehreren Punkten schuldig gesprochen worden. Die Geschworenen am Londoner Southwark Crown Court befanden den 51-Jährigen wegen einer Vergewaltigung und drei Fällen von sexueller Nötigung für schuldig. Demnach verging sich der einstige TV- und Bühnenstar an einem damals 21 Jahre alten weiblichen Fan nach einem Auftritt in einem Theater in London. Von zwei weiteren Vergewaltigungsvorwürfen sowie zwei angeblichen Fällen sexueller Übergriffe wurde Brand hingegen freigesprochen.

Aufgrund der Entscheidung der Geschworenen müsse sich Brand auf eine Haftstrafe einstellen, sagte der Richter. Deshalb werde Brand in Untersuchungshaft genommen. Das Strafmaß soll demnach am kommenden Montag bekanntgegeben werden.

Schauspieler Russell Brand wegen Vergewaltigung schuldig gesprochen
15:23 Uhr

Achtjähriger steigt allein in Zug - Vater bemerkt es zu spät

Das war ganz bestimmt ein Schreck: Ein acht Jahre alter Junge ist im rheinland-pfälzischen Bad Ems kurzerhand in einen Zug nach Koblenz eingestiegen - und hat seinen Papa auf dem Bahnsteig stehen lassen. Der Vater bemerkte wohl zu spät, dass sein Sohn in der abfahrbereiten Bahn verschwunden war, wie die Bundespolizei schildert. Er rief demnach sofort die Polizei und machte sich selbst auf den Weg nach Koblenz.

Der kleine Passagier kam unterdessen dort an und wurde von den wartenden Bundespolizisten in Empfang genommen. Kurze Zeit später habe der Vater den Jungen auf der Wache abgeholt - offensichtlich mehr als froh darüber, seinen Sohn nach dessen Abenteuer wieder in die Arme nehmen zu können.

Achtjähriger steigt allein in Zug - Vater bemerkt es zu spät
15:21 Uhr | BREAKING NEWS

Obduktion bei Aiwanger: Keine Anzeichen für Fremdverschulden

Bayerns stellvertretender Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger starb überraschend im Alter von nur 55 Jahren. Er wurde am Mittwoch tot in einem Berliner Hotel gefunden. Hinweise auf eine Straftat liegen nicht vor, das ist nun auch das vorläufige Ergebnis der Obduktion.

Obduktion bei Aiwanger: Keine Anzeichen für Fremdverschulden
14:57 Uhr

Ritter Sport siegt im Streit um quadratischen Haferriegel

"Quadratisch. Praktisch. Gut." Für diesen Werbeslogan und vor allem für die quadratische Form der Schokolade ist Ritter Sport bekannt. Durch die Verpackung des Haferriegels "Monnemer Quadrat Bio" der Firma Wacker aus Mannheim sieht der Schokoladenhersteller daher sein Markenrecht verletzt. Erst unterliegt er vor Gericht - doch nun nimmt der Fall eine Wendung: Das Oberlandesgericht Stuttgart gab der Klage von Ritter Sport auf Unterlassung und Schadenersatz wegen des quadratischen Haferriegels statt, wie der Vorsitzende Richter Christoph Stefani sagte.

Die Verpackungen seien "überdurchschnittlich" ähnlich - und die Waren seien zumindest "durchschnittlich" ähnlich, sagte der Richter. Es bestehe Verwechslungsgefahr bei den Produkten. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Ritter Sport siegt im Streit um quadratischen Haferriegel
14:28 Uhr

Flug nach Deutschland: 3000 Vogelspinnen in Gepäck entdeckt

Peruanischen Behörden gehen am Flughafen der Hauptstadt Lima drei Reisende ins Netz, die offenbar Tausende Vogelspinnen nach Deutschland schmuggeln wollen. Darunter sind auch viele Jungtiere und Eier - versteckt zwischen Socken.

Flug nach Deutschland: 3000 Vogelspinnen in Gepäck entdeckt
14:15 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine Kollegin Charlotta Siemer verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend. Mein Name ist Nilofar Breuer und bis zum Abend versorge ich Sie im "Tag" mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik schicken Sie mir gerne eine Mail an nilofarkathleen.breuer[at]ntv.de.

Schichtwechsel
13:55 Uhr

Vergewaltigungsvorwürfe: Britischer Sender streicht Dating-Show

Der britische Sender Channel 4 streicht die Dating-Show "Married At First Sight" (frei übersetzt: "Hochzeit auf den ersten Blick") nach Vorwürfen sexualisierter Gewalt endgültig aus seinem Programm. Die Entscheidung folgt auf eine externe Untersuchung wegen "schwerwiegender Vorwürfe von Fehlverhalten", die im Mai im Zuge einer Recherche der BBC ans Licht gekommen waren. Die Sendung wurde daraufhin zwischenzeitlich aus dem Programm genommen.

Zwei Frauen hatten der BBC gegenüber angegeben, während der Dreharbeiten vergewaltigt worden zu sein. Eine dritte berichtete von sexuellem Fehlverhalten. Die drei beschuldigten Männer bestreiten die Vorwürfe. Im Juni wurde der Nachrichtenagentur PA zufolge ein Teilnehmer wegen des Verdachts der Vergewaltigung festgenommen. Er befindet sich inzwischen wieder unter Auflagen auf freiem Fuß. Die Ermittlungen dauern an.

Vergewaltigungsvorwürfe: Britischer Sender streicht Dating-Show
13:17 Uhr

Salmonellen: Drogeriemarkt dm ruft Produkt zurück

Wegen möglicher Verunreinigung mit Salmonellen ruft die Drogeriemarktkette dm Pinienkerne zurück. Es gehe um den Artikel dmBio Pinienkerne, 60 Gramm, teilt das Unternehmen in Karlsruhe mit. Betroffen sei ausschließlich Ware mit den Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD) zwischen 31. Mai 2027 bis einschließlich 2. Juli 2027. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass im Artikel Salmonellen auftreten könnten. Der Artikel wurde den Angaben zufolge bundesweit verkauft.

Der Verzehr von mit Salmonellen belasteten Lebensmitteln könne Durchfall, Bauchschmerzen sowie gelegentlich Erbrechen und leichtes Fieber auslösen. Säuglinge, Kleinkinder sowie ältere oder abwehrgeschwächte Menschen seien besonders gefährdet und könnten schwerere Krankheitsverläufe entwickeln, teilt das Unternehmen weiter mit.

Salmonellen: Drogeriemarkt dm ruft Produkt zurück
12:50 Uhr

19-Jähriger schüttelt Kind zu Tode - Anklage

Ein kleines Mädchen lebte nur acht Wochen, weil ihr Vater sie schüttelte, bis sie starb. Nun sitzt der 19-Jährige auf der Anklagebank vor dem Landgericht Gera. Ihm wird Totschlag zur Last gelegt. Das Kind starb nach erfolglosen Rettungsversuchen im Jenaer Universitätsklinikum. Laut Anklage erlitt es unter anderem eine Fraktur des linken Stirnbeins, eine Rippenserienfraktur und einen Atemstillstand.

Der junge Mann durfte nach der Geburt des Kindes in die Mutter-Kind-Einrichtung ziehen, in der die Mutter mit einem weiteren kleinen Kind zu der Zeit wohnte. Als in der betreffenden Nacht der Säugling quengelte, stand er auf und ging mit dem Baby aus dem Schlafzimmer. Der Angeklagte habe das schreiende Baby danach intensiv geschüttelt und dabei billigend in Kauf genommen, es lebensgefährlich zu verletzten.

19-Jähriger schüttelt Kind zu Tode - Anklage
12:16 Uhr

Unionsfraktionschef Frei: Bürger werden Gürtel enger schnallen müssen

Angesichts der angespannten Haushaltslage werden die Bundesbürger nach Einschätzung von Unionsfraktionschef Thorsten Frei im kommenden Jahr den Gürtel enger schnallen müssen. Im Haushaltsentwurf gebe es an einigen Stellen Einsparungen, sagt Frei der "Bild"-Zeitung. Das sei "höchst umstritten, weil das natürlich weder in der Bevölkerung beliebt ist noch bei den Betroffenen auf Zustimmung stößt".

Frei äußert sich zugleich skeptisch, dass die sogenannte kalte Progression 2027 vollständig bei der Einkommensteuer ausgeglichen werden kann. Das würde "weitere vier Milliarden Euro gesamtstaatlich kosten", sagt Frei. Davon müsste nach seinen Worten eine "Größenordnung von etwa 1,8 Milliarden Euro" vom Bund aufgebracht werden, eine gleiche Größenordnung entfiele auf die Länder "und die Differenz würde bei den Kommunen anlanden".

Unionsfraktionschef Frei: Bürger werden Gürtel enger schnallen müssen
11:57 Uhr

Jan Delay kündigt Tour und neues Album für 2027 an

Falls Sie Fan der Musik von Jan Delay sind, habe ich jetzt gute Nachrichten für Sie: Der 50-jährige Hamburger, der mit seiner markanten Stimme im Reggae und im Funk genauso beheimatet ist wie im Pop, im Hip-Hop und im Soul, hat nächstes Jahr viel vor. Im Sommer tourt Delay durch Deutschland, Österreich und die Schweiz - Start ist am 25. Juni, das neue Album soll dann am 13. August 2027 erscheinen.

"Es ist das schönste Gefühl, jetzt zu wissen, es kommen ganz neue Songs und damit eine ganz neue Show, eine ganz neue Bühne", sagt Delay und kündigt an: "Eine Jan-Delay-Show ist ein zweistündiges, schweißverschmiertes, tanzendes, schreiendes, ekstatisches, jubelndes Dopamin-Event."

Jan Delay kündigt Tour und neues Album für 2027 an
11:15 Uhr

Aiwangers Leiche wird in Berlin obduziert

Die Leiche des bayerischen Vize-Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger wird heute in Berlin obduziert. So solle die Todesursache durch die Gerichtsmedizin herausgefunden werden, sagt ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Ob das Ergebnis bereits heute vorliegen werde, sei aber unklar.

Die Berliner Staatsanwaltschaft und die Polizei führen ein sogenanntes Todesermittlungsverfahren, um die Todesursache zu klären. Es handele sich nicht um strafrechtliche Ermittlungen, betont die Staatsanwaltschaft seit Mittwochabend. Daraus kann man schlussfolgern, dass bisher keine Hinweise auf ein Verbrechen bei der Polizei vorliegen. Die Staatsanwaltschaft will sich aber nicht konkret dazu äußern, sondern verweist auf die laufenden Untersuchungen.

Aiwangers Leiche wird in Berlin obduziert
10:53 Uhr

Untere Mittelschicht schrumpft laut einer Studie

Die Einkommensungleichheit in Deutschland ist einer Studie zufolge seit 1992 stark gestiegen und befindet sich auf dem zweithöchsten Niveau seitdem. Während die untere Mittelschicht deutlich geschrumpft ist, legten die Einkommen der Reichen viel stärker zu als im Rest der Bevölkerung, geht aus dem heute veröffentlichten Verteilungsbericht des WSI-Instituts der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hervor. Die Quote armer Haushalte stieg demnach von 11,9 Prozent im Jahr 1992 auf 17,3 Prozent im Jahr 2024. Der Anteil der Haushalte, die in strenger Armut leben, wuchs in dieser Zeit sogar um 76 Prozent.

Als einen wichtigen Grund für diese gegenläufige Entwicklung nennen die Forscher die nachlassende Umverteilungswirkung durch Steuern und Sozialleistungen. Sollten aktuelle Kürzungsdebatten zu weiterem Sozialabbau führen, werde dies die Ungleichheit weiter verschärfen, warnt die wissenschaftliche Direktorin Bettina Kohlrausch. Das alte Versprechen, dass ein Arbeitsplatz für gesellschaftliche Teilhabe und Integration sorge, gelte nicht mehr. Wie viel Geld Sie im Vergleich zum Rest von Deutschland verdienen, sehen Sie hier:

Untere Mittelschicht schrumpft laut einer Studie
10:35 Uhr

Bombendrohung: Flugzeug zwischen Dublin und Rom umgeleitet

Wegen einer Bombendrohung ist ein Linienflug zwischen Dublin und Rom nach Frankreich umgeleitet worden. Die Maschine fliege nun den Militärflughafen Évreux an, teilt das Amt des französischen Premierministers mit. Die Situation werde dem vorgesehenen Prozedere entsprechend live verfolgt. Évreux liegt etwa 100 Kilometer nordwestlich der französischen Hauptstadt Paris.

Mehrfach hatte es in den vergangenen Tagen Bombendrohungen gegen kommerzielle Flüge in Europa gegeben. Nach der Überprüfung der Maschinen gaben die örtlichen Behörden bisher immer Entwarnung.

Bombendrohung: Flugzeug zwischen Dublin und Rom umgeleitet
10:09 Uhr

BSW nominiert Ex-"Tagesschau"-Sprecher Schreiber für Bundesversammlung

Der Journalist und frühere "Tagesschau"-Sprecher Constantin Schreiber soll Sachsen in der Bundesversammlung bei der Wahl des neuen Bundespräsidenten vertreten. Die BSW-Fraktion im sächsischen Landtag nominiert Schreiber auf Platz vier ihrer veröffentlichten Kandidatenliste nominiert. 

Die Bundesversammlung kommt am 30. Januar 2027 in Berlin zusammen, um die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu bestimmen. Die CSU unterstützt eine Kandidatur von Ilse Aigner. Auch mehrere einflussreiche CDU-Politiker haben sich inzwischen offen für Aigner ausgesprochen, darunter alle drei ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten.

BSW nominiert Ex-"Tagesschau"-Sprecher Schreiber für Bundesversammlung
09:41 Uhr

Nach Aiwanger-Tod: Parteitag der Freien Wähler wird verschoben

Der Bundesparteitag der Freien Wähler soll nach dem Tod von Parteichef Hubert Aiwanger verschoben werden, erklärt einer der stellvertretenden Bundesvorsitzenden, Joachim Streit. Das werde voraussichtlich 2027 sein. Der Parteitag war am 14. November in Geiselwind geplant. "Hubert Aiwanger war ein echter Freigeist. Vielleicht auch einer der letzten, den wir haben", sagt der EU-Abgeordnete Streit. "Er war nah bei den Menschen und ihnen zugewandt und ein Kämpfer für den kleinen Mann." Gleichzeitig habe er aber immer das Große im Blick gehabt, "auch über Bayern hinaus für Deutschland".

"Die Freien Wähler wurden mit Hubert Aiwanger assoziiert. Wir waren die Aiwanger-Partei. Wir waren die Bayern-Partei", sagt Streit. Denn Aiwanger habe der Partei als "Lichtgestalt" voran gestanden. Wie die Nachfolge von Aiwanger geregelt werde "ist nach der Beisetzung erst ein echtes Thema für uns", erklärt Streit weiter.

Nach Aiwanger-Tod: Parteitag der Freien Wähler wird verschoben
09:11 Uhr

Polizei räumt besetzten Hörsaal nach Protesten an der Uni Kassel

Die Uni Kassel hat in der neuen Präambel ihrer Grundordnung eine Klausel aufgeweicht, die bislang Forschung, Lehre und Entwicklung zur Ausrichtung auf ausschließlich zivile Zwecke und friedliche Ziele verpflichtete. Das führt zu Protest unter den Studierenden, 47 von ihnen besetzten über Nacht einen Hörsaal. Sie wurden nun von der Polizei herausgetragen und hätten dabei "teils erheblichen Widerstand" geleistet, sagt ein Polizeisprecher.

Ein Sprecher der Universität hatte am Mittwoch erklärt, mit dem neuen Text der Präambel werde der "Friedensauftrag an die Universität präzisiert". Die Betonung liege darauf, dass Forschung, Lehre und Transfer an der Universität friedlichen Zwecken dienen und gehe auch "nochmal genau auf die Schwierigkeit ein zwischen zivilen und militärischen Zwecken innerhalb dieser Forschungsinstitution".

Polizei räumt besetzten Hörsaal nach Protesten an der Uni Kassel
08:44 Uhr

Ist das der hässlichste Weihnachtsbaum Deutschlands?

Der Weihnachtsbaum für den Dresdner Striezelmarkt sorgt für Spott. Die 23 Meter hohe Tanne hat viele kahle Stellen und kaum eine Spitze. Während einige den Baum hässlich finden, nehmen ihn andere in Schutz. Damit Sie sich ihr Urteil selbst bilden können, halte ich meine Meinung hier einfach mal raus.

Ist das der hässlichste Weihnachtsbaum Deutschlands?
08:17 Uhr

Autozulieferer Bosch will in Abstatt weitere 750 Stellen abbauen

Beim Automobilzulieferer Bosch läuft es nicht rund. Der Stiftungskonzern plant wegen der schwierigen Lage in der Autoindustrie am Standort Abstatt, etwa 35 Kilometer nördlich von Stuttgart, zusätzlich 750 Stellen bis Ende 2029 in der Mobilitätssparte abzubauen. Das bestätigte das Unternehmen dem "Handelsblatt".

Als Grund nennt Bosch vor allem den Wettbewerb mit chinesischer Konkurrenz und die Verlagerung der Entwicklung von Systemen an den Entwicklungsstandort von Bosch in China, wo gemeinsam mit chinesischen Kunden entwickelt wird. Abstatt soll dennoch weiterhin Entwicklungsstandort bleiben.

Autozulieferer Bosch will in Abstatt weitere 750 Stellen abbauen
07:44 Uhr

Missbrauchsvorwürfe: Auch Meghans Halbbruder im Visier der Ermittler

Die Ermittlungen im Fall um Meghans Vater weiten sich aus: Im Zusammenhang mit Vorwürfen gegen Thomas Markle Sr. wegen des Besitzes von Missbrauchsdarstellungen von Kindern gerät nun auch dessen Sohn ins Visier der philippinischen Ermittler. Thomas Markle Jr., der Halbbruder von Herzogin Meghan, könnte den Behörden zufolge ebenfalls in die mutmaßlichen Straftaten verwickelt sein, sagt der philippinische Innenminister Juanito Victor Remulla und verweist auf Zeugenaussagen. Er werde bislang aber lediglich als "Person von Interesse" betrachtet und nicht als Verdächtiger.

Bei den Ermittlungen gegen Markle Sr. seien bisher etwa 7.500 Fotos sowie ein Video mit Aufnahmen von mutmaßlich missbrauchten minderjährigen Jungen und Mädchen sichergestellt worden, erklärt der Minister. Markle Jr. hat den Behörden insgesamt vier Kisten mit Beweismaterial übergeben, darunter Computer, Mobiltelefone, Festplatten und alte Videokassetten, wie die örtlichen Behörden mitteilen. Genaue Details, weshalb er nun selbst ins Visier der Ermittler geraten ist, sind bisher nicht bekannt.

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Thomas Markle Jr. hat den gleichen Vater wie Herzogin Meghan. (Foto: picture alliance / Captital Pictures)
Missbrauchsvorwürfe: Auch Meghans Halbbruder im Visier der Ermittler
07:06 Uhr

Aiwangers plötzlicher Tod versetzt Bayern "in Schockstarre"

Hubert Aiwanger, Chef der Freien Wähler und stellvertretender Ministerpräsident Bayerns, ist gestorben. Er wurde tot in einem Hotelzimmer in Berlin gefunden. Die Umstände seines Todes sind noch unklar. ntv-Reporter Christof Lang schildert, was die überraschende Nachricht in der Politik auslöst und blickt auf Aiwangers Lebenswerk.

Aiwangers plötzlicher Tod versetzt Bayern "in Schockstarre"
07:05 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

der plötzliche Tod des Freie-Wähler-Chefs und bayerischen Wirtschaftsministers Hubert Aiwanger sorgt für große Betroffenheit. Neben den Freien Wählern und ihren CSU-Koalitionspartnern reagiert auch die Opposition bestürzt auf den Tod des 55 Jahre alten Vize-Ministerpräsidenten von Bayern. Es ist völlig offen, wie es in Partei und bayerischer Regierung nun weitergeht. Außerdem geht die Aufarbeitung des Wahldebakels bei den Republikanern weiter. US-Vizepräsident JD Vance distanzierte sich am Tag nach der Wahl vom Iran-Krieg und forderte eine "ehrliche Unterhaltung" darüber, wie es nun weitergeht. Der republikanische Gouverneur in Florida, Ron DeSantis, sprach von nahezu existenzbedrohenden Folgen für seine Partei.

Das wird heute außerdem wichtig:

  • Der Bundestag befasst sich mit einer Reform des Führerscheins und einer finanziellen Stabilisierung der Pflegeversicherung

  • Bus- und Bahnfahrten werden 2027 vielerorts wieder teurer - auch das Deutschlandticket

  • In Frankreich rufen die Gewerkschaften zu erneuten Demonstrationen für höhere Löhne und gegen Sozialkürzungen auf

  • First Lady Melania Trump will heute Nachmittag Vertreter Russlands und der Ukraine im Weißen Haus zusammenbringen

  • Die Warnstreiks der Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie sollen fortgesetzt werden

  • Der Prozess gegen René Benko wegen Investoren-Betrugs wird in Innsbruck fortgesetzt. Ein Urteil ist möglich

  • Bundestrainer Jürgen Klopp nominiert DFB-Kader und wird den Kader im Vergleich zum September drastisch reduzieren

Mein Name ist Charlotta Siemer, ich begleite Sie heute durch den frühen "Tag". Bei Fragen, Anregungen oder Kritik schreiben Sie mir gerne an: charlotta.siemer@ntv.de.

Das wird heute wichtig
06:37 Uhr

Geflohener Häftling konnte Fußfessel mit billigem Schlüssel aus dem Netz öffnen

Der bei einem Arztbesuch in Essen gewaltsam befreite Häftling hatte Fußfesseln an, die mit einem Schlüssel aus dem Internet geöffnet werden konnten. Der nordrhein-westfälische Justizminister Benjamin Limbach informierte den Rechtsausschuss des Landtags vertraulich darüber, dass die Fesseln kein individuelles Schloss hatten. Vielmehr habe ein Universalschlüssel gepasst, der auch für baugleiche Modelle funktioniere. Solche Schlüssel kann man für unter 10 Euro im Internet kaufen. 

Das Phänomen wurde erstmals im Februar publik, als in Bayern ein Festgenommener seine Handschellen öffnete. Damals kam heraus, dass die Polizei in NRW das gleiche Handschellen-Modell verwendet. Ob die Helfer des Häftlings sich den Schlüssel dafür zum Beispiel im Internet selbst besorgten oder ihnen ein Gefängnis-Bediensteter half, wird noch ermittelt. Bei einem Beamten der JVA Essen, der wegen Korruptionsverdacht verhaftet wurde, wurden laut Ministerium zumindest zu Hause keine nachgemachten Schlüssel gefunden.

Geflohener Häftling konnte Fußfessel mit billigem Schlüssel aus dem Netz öffnen
06:07 Uhr

Spott für Griechenlands Ex-Finanzminister nach Schließung des Parteikontos

Als damaliger Finanzminister hatte seine Regierung die Banken des Landes geschlossen - nun sorgt die Schließung des Kontos seiner Partei DiEm25 durch eine Brüsseler Bank für Spott für Yanis Varoufakis. "Unsere Bank in Brüssel hat das Konto gesperrt, auf das die kleinen Beiträge von Zehntausenden unserer Mitglieder aus ganz Europa eingezahlt werden - Geld, mit dem die Bewegung finanziert wird", erklärt Varoufakis, der Generalsekretär von DiEM25 ist, am Dienstag auf X. Dies sei "plötzlich" und "ohne Erklärung oder Vorwarnung" geschehen.

Kritiker von Varoufakis erinnern ihn im Internet umgehend an die Schließung der griechischen Banken im Juni 2015 auf dem Höhepunkt der griechischen Schuldenkrise. "Das nennt man Karma", schreibt ein Nutzer. "Warum schaffen Sie nicht eine Parallelwährung und umgehen das Bankensystem?", fragt ein anderer und bezog sich dabei auf einen von Varoufakis' eigenen Vorschlägen aus der Zeit. "Unverschämt. Man sollte ihnen wenigstens erlauben, 60 Euro pro Tag abzuheben", schreibt ein weiterer Nutzer unter Bezug auf den Betrag, den Griechen damals täglich abheben durften.

Spott für Griechenlands Ex-Finanzminister nach Schließung des Parteikontos