Wirtschaft

Hoher Milliardengewinn erwartetCommerzbank ist kurz vor Unicredit-Übernahme auf Rekordkurs

05.11.2026, 08:11 Uhr
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Die Frankfurter sehen sich auf einem guten Weg, in diesem Jahr mindestens 3,4 Milliarden Euro einzunehmen. (Foto: picture alliance / imageBROKER)

Die Commerzbank befindet sich durch die anstehende Fusion mit der Unicredit in turbulenten Zeiten. Den Geschäften der Bank tut das aber keinen Abbruch. Denn die laufen besser als je zuvor.

Die vor einer möglichen Übernahme durch die italienische Großbank Unicredit stehende Commerzbank hat im dritten Quartal deutlich mehr verdient und ihre Jahresziele bestätigt. Das operative Ergebnis stieg um ein Viertel auf 1,31 Milliarden Euro, wie das Frankfurter Geldhaus mitteilte. Das Nettoergebnis kletterte um rund 45 Prozent auf 859 Millionen Euro. Mit knapp über vier Milliarden Euro erzielte die Bank nach eigenen Angaben das beste Neunmonatsergebnis in ihrer Geschichte.

Das Institut sieht sich weiter auf Kurs, sein Gewinnziel von mindestens 3,4 Milliarden Euro im Gesamtjahr zu erreichen. "Wir haben unseren Stakeholdern versprochen, langfristig Wert zu schaffen", sagte Vorstandschefin Bettina Orlopp. "Das haben wir mit unserem Rekordergebnis erneut unter Beweis gestellt."

Ein um neun Prozent gestiegener Provisionsüberschuss von 1,07 Milliarden Euro trug maßgeblich zum Gewinnwachstum bei. Dieser wurde vor allem vom starken Wertpapiergeschäft gestützt. Der Zinsüberschuss legte um 3,5 Prozent auf 2,12 Milliarden Euro zu. Die Bank dämpfte ihre Erwartung für den Zinsüberschuss wegen des schärferen Wettbewerbs um Einlagen etwas und geht nun von rund 8,5 Milliarden Euro im Gesamtjahr aus. Bislang hatte sie rund 8,6 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Das Institut plant zudem im laufenden Jahr eine Ausschüttung an die Aktionäre von rund 3,2 Milliarden Euro in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen.

Übernahme in kommenden Monaten erwartet

Das Zahlenwerk fällt in eine entscheidende Phase für die Zukunft der Commerzbank, die sich gegenwärtig mit den Übernahmeplänen der Unicredit auseinandersetzen muss. Die italienische Großbank hat sich inzwischen Zugriff auf knapp die Hälfte der Anteile gesichert. Der Abschluss des Übernahmeangebots wird in den kommenden Monaten erwartet, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) im Oktober einer Aufstockung der Beteiligung zugestimmt hatte.

Die Commerzbank-Führung hatte sich lange gegen eine Übernahme gewehrt, zeigt sich nun jedoch offener für eine Zusammenarbeit. "Unverändert bleibt es unsere Aufgabe als Unternehmensführung, in jeder Situation den Weg zu wählen, der den größten Wert schafft", erklärte Orlopp. "Wir sind überzeugt, dass wir gemeinsam mit Unicredit Wert schaffen können, indem wir die Stärken beider Banken konsequent nutzen."

Quelle: ntv.de, rog/rts

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