US-Midterms 2026 im Liveticker+++ 17:24 Fritz: Warum Trump loyalen "MAGA-Fanboy" wohl selbst opfern muss +++
Die Wahlschlappe für Donald Trump und seine Republikaner könnte weitere Folgen nach sich ziehen. Es wird gemunkelt, dass Mitglieder der Trump-Regierung, darunter Verteidigungsminister Pete Hegseth, ihren Posten räumen müssen. ntv-US-Korrespondent Gordian Fritz erläutert, welche Argumente dafür und dagegen sprechen.
+++ 16:46 Bericht: US-Außenminister Rubio bereitet Rücktritt vor +++
Einem Bericht des britischen "Independent" zufolge bereitet der amerikanische Außenminister Marco Rubio seinen Rücktritt vor, um sich auf die republikanische Präsidentschaftskandidatur für 2028 zu bewerben. Die Zeitung beruft sich in ihrem Bericht auf Insider. Quellen in Washington und in der britischen Regierung gehen demnach davon aus, dass Rubio nach den katastrophalen Ergebnissen der Zwischenwahlen zurücktreten wird. Laut dem Bericht deuten Insider an, dass Rubio sich von umstrittenen politischen Maßnahmen, darunter dem Krieg im Iran, distanzieren müsse, um seine Aussichten gegenüber seinem Hauptkonkurrenten, Vizepräsident JD Vance, zu verbessern. Vance und andere Republikaner machen den Iran-Krieg und dessen Folgen für die hohen Verluste der Partei bei den Midterms verantwortlich. Weißes Haus und Außenministerium weisen die Berichte über den Rücktritt demnach entschieden zurück.
+++ 16:33 Gewählte Senatorin: Spaltung der Republikaner half den Demokraten +++
Die Zwischenwahlen waren nicht nur eine Abrechnung mit Trump, sondern auch mit den Kandidaten, die er landesweit unterstützte. Die Republikaner wurden dabei zerrieben. So weist die designierte demokratische Senatorin Annie Andrews bei CNN darauf hin, dass eine Spaltung unter den Republikanern in ihrem Bundesstaat South Carolina - und im ganzen Land - ein Faktor bei ihrer Wahl gewesen sei. Sie sagte dem Sender, die Vorwahl der Republikaner zwischen dem Abgeordneten Ralph Norman und der Senatorin Darline Graham sei "ein Symbol dafür, wie zersplittert die Republikanische Partei hier ist".
Die von Trump unterstützte Graham siegte in der republikanischen Vorwahl in einer knappen Stichwahl. Der unterlegene Norman kündigte dann gegenüber CNN an, seine gesamte Familie würde nicht für sie stimmen. "Ich glaube, dass es einfach eine Ablehnung seitens einiger Republikaner in South Carolina gegenüber der Vorstellung ist, dass Washington unseren nächsten Senator auswählen würde", sagt Andrews CNN. Ihren Angaben zufolge haben "viele dieser Republikaner" im Wahlkampf "zunehmend Sympathie für mich entwickelt". So habe sie über 50 Prozent der Stimmen erhalten.
+++ 16:09 Experte sieht in Trump "einen verwundeten Grizzly" +++
Für Trump werden die Midterms zum Debakel: Die Demokraten gewinnen mit zum Teil großem Abstand die Mehrheit in beiden Kammern des US-Kongresses. "Bei den Republikanern ist Chaos nach diesem Tsunami", sagt Politikexperte Tobias Endler. Im Gespräch mit ntv analysiert er, wie es nun weitergehen könnte.
+++ 15:42 Abdul El-Sayed will gegen Minister Robert F. Kennedy ermitteln +++
Abdul El-Sayed wird der erste muslimische Senator der USA. Nun erklärt er auch erste politische Schritte: So sagte er dem Sender CNN, er wolle gegen den Minister für Gesundheit und Soziales, Robert F. Kennedy Jr., wegen des Personalabbaus bei der FDA und der CDC ermitteln, denn diese hätten zu Lebensmittelrückrufen beigetragen. El-Sayed sagt, er wolle "die bisherigen Entscheidungsprozesse nachvollziehen und herausfinden, was wir tun müssen, um das Problem zu lösen". Es gehe nicht um Vergeltung für etwas, das in der Vergangenheit geschehen ist. "Hier geht es darum, zu verstehen, was passiert ist, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen und das Problem dann mit Blick auf die Zukunft zu lösen." Die FDA (Food and Drug Administration) ist die US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel. Die CDC (Centers for Disease Control and Prevention) ist die Behörde für die Krankheitskontrolle und -prävention. El-Sayed geht es unter anderem um die Durchfallerkrankung Tausender Amerikaner, die durch Parasiten ausgelöst wurde.
+++ 15:22 Trump "fest entschlossen", Hegseth im Amt zu halten +++
Nach eigenen Angaben erhält Präsident Donald Trump Anrufe von Menschen, die unzufrieden mit Verteidigungsminister Pete Hegseth seien. Das sagt er dem US-Sender ABC News. Er sei dennoch "fest entschlossen", Hegseth im Amt zu behalten, so Trump. "Ich bekomme diese Anrufe, wissen Sie, wegen ihm. Ich verstehe nicht, warum", sagt Trump in einem Telefonat mit ABC News. Mehrere Republikaner, darunter Vizepräsident JD Vance, haben die massiven Verluste der Republikaner auf den Iran-Krieg zurückgeführt, bei dem Hegseth als Minister federführend beteiligt ist. Der republikanische Abgeordnete Thomas Massie erklärte, er plane, nächste Woche eine Abstimmung über ein Amtsenthebungsverfahren gegen Hegseth einzuleiten.
+++ 15:11 Was heißt die Wahl-Klatsche für Trumps Macht? +++
Die Demokraten können Trumps politische Pläne erschweren, aber machtlos ist der Präsident nicht. ntv-Reporterin Lena Feuser erklärt, wo der Kongress bremsen kann und welche Entscheidungen Trump weiterhin allein treffen kann.
+++ 14:58 "Falscher Dan Sullivan": Trump ätzt über Alaska-Wahl +++
Die Abstimmung über einen Senatssitz für Alaska ist äußerst knapp (siehe Eintrag um 10:19 Uhr). Noch zeichnet sich kein Gewinner ab. Präsident Trump, der bereits im Vorfeld gegen die Wahl gewettert hatte, legt nun nach: "Die Stimmen für den falschen Dan Sullivan sowie für den anderen 'Nichtsnutz', den die Demokraten auf den Stimmzettel gesetzt haben, sollten unverzüglich dem ECHTEN Dan Sullivan gutgeschrieben werden, und die Wahl wäre damit beendet - er würde mühelos gewinnen", schreibt Trump auf Truth Social. Es gebe keine andere faire Lösung, fügt er noch an.
Mit dem "falschen Dan Sullivan" meint Trump den unabhängigen Kandidaten Daniel J. Sullivan Jr. Der Präsident wirft den Demokraten vor, diesen zur Kandidatur gedrängt zu haben, um Verwirrung zu stiften und dem gleichnamigen Amtsinhaber Dan S. Sullivan zu schaden.
Hintergrund ist zudem das komplizierte Wahlrecht in dem Bundestaat. In Alaska gibt es ein sogenanntes Ranked-Choice Voting - Wählerinnen und Wähler können die Kandidaten nach ihrer Präferenz ordnen. Kommt kein Kandidat auf mehr als 50 Prozent, wird der Bewerber mit dem geringsten Stimmenanteil aussortiert. Dessen Zweitstimmen werden auf die verbliebenen Kandidaten verteilt, je nachdem, welchem Kandidaten die Wähler ihre zweite Priorität gegeben haben. Das geht so, bis es einen Sieger mit mehr als 50 Prozent gibt.
+++ 14:42 Untersuchungen? Rechtsabteilung des Weißen Hauses stockte Personal auf +++
Zumindest das Weiße Haus ahnte wohl, dass die Zwischenwahl für die Republikaner mächtig daneben gehen könnte. Laut einem Bericht des Senders NBC News bereitete sich der Sitz von Präsident Trump auf mögliche Untersuchungen vor, sollten die Demokraten die Mehrheit in den Kongresskammern erringen. Das berichtet der Sender unter Berufung auf vier aktuelle und ehemalige Regierungsmitarbeiter. Demnach stockte die Rechtsabteilung des Weißen Hauses ihr Personal auf. Zudem seien Protokolle für den Umgang mit Anfragen erstellt, die voraussichtlich von den demokratisch geführten Kongressausschüssen kommen werden, erklärte ein Mitarbeiter des Weißen Hauses noch vor Bekanntgabe der Ergebnisse.
"Wir werden diejenigen zur Rechenschaft ziehen, die diesem Land beispiellose Korruption zugefügt haben", sagte etwa der demokratische Fraktionschef Hakeem Jeffries - udn stellte damitUntersuchungen gegen Trump und seine Regierung in Aussicht.
+++ 14:13 Gouverneurswahl in Kansas wird zur Zitterpartie +++
Zu den spannendsten Rennen der Midterms wird die Wahl des neuen Gouverneurs beziehungsweise der neuen Gouverneurin von Kansas. Knapp 99 Prozent der Stimmen sind ausgezählt - und es wird knapp. Die Demokratin Cindy Holscher führt mit 549.974 Stimmen und 50,3 Prozent vor dem Republikaner Ty Masterson, der auf 542.929 Stimmen und 49,7 Prozent kommt. Amtsinhaberin ist seit 2019 die Demokratin Laura Kelly. Kansas hatte Schlagzeilen gemacht, weil in dem Bundesstaat erstmal seit 1932 ein Demokrat in den Senat gewählt wurde.
+++ 13:22 Florida widersteht der "blauen Welle" - aber nur knapp +++
Manche nennen es einen "Tsunami", andere eine "Überschwemmung": Die Demokraten nehmen bei der Zwischenwahl den Republikanern viele Sitze und Mandate ab, selbst in deren Hochburgen. Aber ein Staat widersetzt sich dem Trend: "Florida, der drittbevölkerungsreichste Bundesstaat, trotzte einem landesweiten Aufschwung der Demokraten und blieb eine Hochburg der Republikaner", schreibt die "New York Times". Senat, Gouverneur, Generalstaatsanwalt und viele Sitze im Repräsentantenhaus - diese Abstimmungen gewinnt die Partei von Präsident Trump, der einen Wohnsitz in Mar-a-Lago in Florida hat.
Auf den zweiten Blick zeigt sich jedoch, wie knapp die Rennen ausgehen: Ashley Moody verteidigt ihren Senatssitz mit 50,9 Prozent der Stimmen vor der Demokratin Angie Nixon, die 48 Prozent holt - und dabei gehört diese als Mitglied der Democratic Socialists of America zum linken Flügel ihrer Partei. Zum Vergleich: den anderen Senatssitz gewann Rick Scott 2024 mit 55,57 Prozent zu 42,79 Prozent. 2022 holte Marco Rubio seinen Sitz mit 57,68 Prozent zu 41,27 Prozent.
Byron Donalds wird derweil Nachfolger von Ron DeSantis als Gouverneur, mit 50 Prozent der Stimmen. David Jolly von den Demokraten kommt auf 48,7 Prozent. DeSantis war 2022 noch mit fast 20 Punkten Vorsprung wiedergewählt worden. Die Wahl zum Generalstaatsanwalt endete mit 50,9 Prozent zu 49,1 Prozent.
+++ 12:46 Irans Parlamentspräsident spottet über JD Vance +++
Nach dem desaströsen Wahlergebnis für die Republikaner machte Vizepräsident JD Vance den Iran-Krieg und seine Auswirkungen auf die Preise in den USA verantwortlich für das schlechte Abschneiden seiner Partei. Nun macht sich der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf über Vance lustig. Vance zeige die "Energie eines verlierenden Spielers" und könne "sich nicht vom Tisch zurückziehen", sagt Ghalibaf, der Teil der Verhandlungen mit den USA über ein Kriegsende war. Der Chef - also Trump - bereite die nächste Kriegsphase vor, während Amerika "am Abgrund einer 'Israel First'-Politik" stehe, schreibt Ghalibaf auf X. "Spar dir den TED-Vortrag. Warum sagst du das nicht einfach deinem Chef?", heißt es weiter.
+++ 12:09 Wutrede auf Wahlparty: Republikaner rastet aus +++
Anthony Constantino tritt im US-Bundesstaat New York für Trumps Partei in einer Hochburg der Republikaner an. Das Rennen wird jedoch extrem knapp, Constantino erklärt sich kurzerhand vor Auszählungsende zum Gewinner. In seiner Siegesrede verliert er dann plötzlich die Nerven und beleidigt anwesende Journalisten.
+++ 11:33 "Arschtritt": Ted Cruz rechnet mit Republikanern ab +++
"Gestern Abend wurde Geschichte geschrieben", schreibt Ted Cruz in einem langen Eintrag auf X. Der republikanische Senator aus Texas meint das nicht positiv. 2026 sei nicht einfach nur eine "blaue Welle" gewesen, sondern ein "blauer Tsunami", schreibt Cruz weiter. Er spricht von einem "Arschtritt" und einer "Abfuhr auf Watergate-Niveau" - mit Blick auf den Skandal, der letztlich zum Rücktritt von Präsident Richard Nixon führte. Danach geht Cruz auf seinen Heimatstaat Texas ein. "Nirgendwo sind die Folgen dieser Wahl gravierender als in Texas. Im 'Lone Star State' haben wir [er meint die Republikaner] jede einzelne landesweite Wahl verloren." Es tue ihm sehr, sehr leid, dass es so gekommen ist.
Und die Ursachen? "Das Hauptthema, die Lebenshaltungskosten, ist sehr real. Zu viele Politiker haben es abgetan", schreibt Cruz. "Sie haben es nicht verstanden. Sie verwiesen auf die Makrozahlen, die zeigen, dass die Aktienmärkte in die Höhe schießen, das Medianeinkommen auf Rekordhöhen liegt und die Armut auf Rekordtiefs ist. Diese Daten sind wahr, aber sie erzählen nicht die ganze Geschichte."
Cruz verweist etwa darauf, dass im vergangenen Jahr fast so viel billiges Frühstücksfleischs der Marke "Spam" verkauft wurde wie im gesamten Zweiten Weltkrieg. 29 Prozent der Amerikaner hätten die Option "Jetzt kaufen, später bezahlen" genutzt - doppelt so viele wie noch vor zwei Jahren. Und im August hätten Banken 42 Prozent mehr Häuser zwangsvollstreckt als im Vorjahr. Die Zahl der zwangsvollstreckten Autos habe 2024 bei über 2,3 Millionen gelegen - über dem Höchststand von 2009, mitten in der Finanzkrise.
+++ 10:48 "Blaue Überschwemmung": Demokraten erobern etliche Bundesstaaten +++
Die sogenannte blaue Welle der Demokraten hat ihnen nicht nur Mehrheiten in beiden Kammern des US-Kongresses beschert, sondern auch in den Bundesstaaten. Laut "State Navigate" erobern sie Mehrheiten in den Parlamenten von mindestens elf Bundesstaaten von den Republikanern. In mindestens fünf Bundesstaaten gewinnen sie demnach Mehrheiten in beiden Parlamentskammern und stellen zusätzlich auch den Gouverneur oder die Gouverneurin. Für die Demokraten zeichne sich "der größte Netto-Zuwachs an Abgeordnetensitzen auf Ebene der Bundesstaaten seit Beginn des 21. Jahrhunderts" ab, sagt Chaz Nuttycombe von "State Navigate" der Nachrichtenagentur AFP. "Das ist keine blaue Welle, es ist eine blaue Überschwemmung." Beide Parlamentsmehrheiten sowie Gouverneursämter erobern die Demokraten demnach in Wisconsin, Michigan, Minnesota, Pennsylvania und Nevada. In Arizona könnte ihnen das auch noch gelingen.
+++ 10:19 In Alaska wird weiter ausgezählt - Demokratin leicht im Vorteil +++
Ein weiterer Senats-Sitz ist noch vakant: der oder die neu gewählte Abgeordnete aus Alaska steht noch nicht fest. Die Abstimmung wurde durch Vorwürfe gegen die Demokraten überschattet, sie hätten einen unabhängigen Kandidaten unterstützt, der fast genauso heißt wie der Amtsinhaber - und so auf falsch abgegebene Stimmen gehofft. Die Partei bestreitet das.
Bisher sind etwa 75 Prozent der Stimmen ausgezählt. Die Demokratin Mary Peltola liegt leicht in Führung mit 102.962 Stimmen und 48,17 Prozent. Knapp dahinter liegt Amtsinhaber Dan S. Sullivan von den Republikanern mit 102.325 Stimmen und 47,88 Prozent. Die unabhängigen Kandidaten Gerald L. Hikes und Daniel J. Sullivan Jr. kommen auf 2,27 beziehungsweise 1,68 Prozent der Stimmen.
Aufgrund der Wahlregeln in Alaska kann sich das Ende der Auszählung hinziehen. Hier gibt es ein sogenanntes Ranked-Choice Voting - Wählerinnen und Wähler können die Kandidaten nach ihrer Präferenz ordnen. Kommt kein Kandidat auf mehr als 50 Prozent, wird der Bewerber mit dem geringsten Stimmenanteil aussortiert. Dessen Zweitstimmen werden auf die verbliebenen Kandidaten verteilt. Das geht so, bis es einen Sieger gibt.
+++ 09:50 Demokrat geht im spannenden Mississippi-Rennen in Führung +++
Ein Blick auf das äußerst spannende Senatsrennen in Mississippi: Dort lagen die republikanische Amtsinhaberin Cindy Hyde-Smith und der demokratische Herausforderer Scott Colom gestern hauchdünn beieinander - beide trennten nur 43 Stimmen. Das hat sich etwas verschoben - zugunsten des Demokraten. Colom kommt mittlerweile auf 464.926 Stimmen und damit 49,01 Prozent. Hyde-Smith erreicht derzeit 463.788 Stimmen und 48,89 Prozent. Der unabhängige Kandidat Ty Pinkis kann 19.934 Stimmen auf sich vereinen, das sind 2,10 Prozent. 96 Prozent der Stimmen sind ausgezählt. An den Mehrheitsverhältnissen im Senat ändert der Ausgang nichts mehr - dort haben die Demokraten eine komfortable Mehrheit.
+++ 09:24 Pressestimmen: "Noch lange nicht das Ende des Trumpismus" +++
Ein Blick auf internationale Zeitungen, die den Ausgang der Zwischenwahlen kommentieren:
"El País" aus Spanien kommentiert: "Was nun beginnt, ist ein mühsamer Prozess des Wiederaufbaus. Trump kann sich einigeln oder lernen, Kompromisse einzugehen. (...) Der Präsident ist künftig eine 'lahme Ente'." Für die Europäer und die übrigen Demokratien sei das Ergebnis der Midterms zwar eine Erleichterung. "Sie sollten sich aber nicht in Sicherheit wiegen. Es ist der Anfang vom Ende von Trump, aber noch lange nicht das Ende des Trumpismus."
Die Wirtschaftszeitung "Hospodarske noviny" aus Tschechien schreibt: "Die republikanische Partei hat sich de facto in einen Trump-Kult verwandelt, der jeden bestraft, der dem großen Chef nicht ausreichend huldigt." Doch der große Chef - Trump - stehe am Beginn der Dämmerung seiner politischen Laufbahn. Zum einen bleiben ihm nur noch rund zwei Jahre im Amt, zum anderen ist seine Popularität sehr gering. Der Wettstreit um seine Nachfolge kann also beginnen."
In den Niederlanden kommentiert "de Volkskrant": "Für die vielen demokratischen Kandidaten, denen es gelang, Wähler bis tief ins konservative Kernland davon zu überzeugen, dass es besser ist, für sie zu stimmen als für ihre republikanischen Gegner, ist dieser Erfolg erst der Anfang. Jetzt steht der eigentliche Kampf bevor: gegen den großen Boss im Weißen Haus. Das Ergebnis ist noch lange keine ausgemachte Sache."
Die Moskauer Tageszeitung "Nesawissimaja Gaseta" schreibt: "Die Wahlen vom 3. November endeten mit einer Niederlage für die Republikanische Partei - genauer gesagt: mit einer vollständigen Niederlage für Donald Trump. Mit ihrer Stimme für die Demokratische Partei haben die Amerikaner gegen den Präsidenten und seinen Kurs gestimmt. (...) Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass nur noch zwei Monate bis zum Abschluss dessen verbleiben, was Trump als "Deal mit Russland" bezeichnet. (...)", schreibt die Zeitung mit Blick auf Anfang Januar, wenn sich die beiden von den Demokraten dominierten Parlamentskammern konstituieren.
+++ 09:03 Kanada will trotz Trumps Wahlschlappe unabhängiger von USA werden +++
Kanada will trotz der krachenden Niederlage der Republikaner von US-Präsident Donald Trump bei den Kongresswahlen an seinem Kurs für weniger Abhängigkeit von den USA festhalten. Die Regierung setze sich für eine "Diversifizierung unserer Handelsbeziehungen ein", sagt Handelsminister Dominic LeBlanc. "Das war gestern unser Schwerpunkt. Das ist auch heute unser Schwerpunkt und wird morgen im Haushaltsplan, der veröffentlicht werden soll, im Mittelpunkt stehen." Kanada leidet wie kaum ein anderes Land unter Trumps aggressiver Handelspolitik. Handelsgespräche zwischen Ottawa und Washington waren im August gescheitert.
+++ 08:26 Laschet: "Neue Generation strebt in Ämter" +++
Der CDU-Außenpolitiker Armin Laschet sieht nach den Kongresswahlen in den USA neue Arbeit auf die Parlamente auf beiden Seiten des Atlantik zukommen. "Es kommt für Abgeordnete in Europa jetzt darauf an, Kontakte zu den jüngeren US-Kollegen aufzubauen und ihnen die Bedeutung des transatlantischen Verhältnisses zu erklären", sagt der Vorsitzende des Bundestags-Außenausschusses web.de. Er glaube nicht, dass viele von ihnen dieses Wissen schon mitbrächten. Aufseiten der Demokraten ziehen viele neue Abgeordnete in den US-Kongress ein. "Da strebt jetzt eine neue Generation in Ämter, die die Welt vor allem nach dem Ende der Sowjetunion und nach dem Fall der Berliner Mauer erlebt hat", sagt Laschet. Mit grundlegenden Änderungen der US-Außenpolitik durch die US-Wahlen rechnet Laschet nicht. "Nach meiner Einschätzung wird Trump nicht zur lahmen Ente, denn er bleibt außenpolitisch handlungsfähig", sagte Laschet.
+++ 07:52 Kleim: "Kampf um Trumps Nachfolge hat begonnen" +++
Die Midterms enden in einer "krachenden Niederlage" für die Republikaner - und vor allem Donald Trump. ntv-Korrespondent Peter Kleim sieht in Trump nur noch eine "lame duck". Das Rennen um einen neuen Spitzenkandidaten der Partei für die nächste Wahl läuft derweil bereits auf Hochtouren.
+++ 07:21 Trump verliert freie Hand bei Richterernennungen +++
Nach dem Verlust der Mehrheit im US-Senat bei den Zwischenwahlen endet für Präsident Donald Trump die Zeit der zügigen Ernennung konservativer Bundesrichter. Wenn die Demokraten am 3. Januar mit mindestens 54 Sitzen die Kontrolle über die Kongresskammer übernehmen, verliert er die Möglichkeit, seine Wunschkandidaten problemlos durchzusetzen. Dies gilt insbesondere für künftig frei werdende Posten am Obersten Gerichtshof, dem Supreme Court. In den USA werden die Kandidaten vom Präsidenten nominiert und müssen dann vom Senat bestätigt werden. Die Republikaner hatten sich auf einen Machtwechsel vorbereitet und versuchen nun, in der Übergangsphase bis zum Jahresende so viele Richter wie möglich zu bestätigen.
+++ 06:52 "Wall Street Journal" schimpft auf die Republikaner +++
Das "Wall Street Journal", das dem rechtsgerichteten Medienmogul Rupert Murdoch gehört, ruft Trumps Partei zu einer "Gewissensprüfung" auf. Die Republikaner müssten mit Trumps ultranationalistischer und identitärer Rhetorik brechen. "Zölle und Massenabschiebungen können kein Ersatz für das Wachstum der Realeinkommen sein", heißt es im Leitartikel der Wirtschaftszeitung. Die männliche geprägte Maga-Basis könne nicht Latino-Wähler, Unabhängige und Vorstadtbewohner ersetzen, "die der Partei den Rücken gekehrt haben", schimpft das Blatt.
+++ 06:10 Senator Mark Kelly fordert: "Hegseth muss weg" +++
Der demokratische Senator Mark Kelly aus Arizona sagt gegenüber CNN, Verteidigungsminister Pete Hegseth müsse "so schnell wie möglich gehen". "Donald Trump sollte ihn entlassen", erklärt Kelly dem US-Sender. "Wenn er ihn nicht entlässt, werden wir sehen, was die Republikaner im Repräsentantenhaus vorhaben. Es klingt, als wollten sie ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn einleiten. Wir werden sehen, was daraus wird. Ich würde mir wünschen, dass er so schnell wie möglich geht, denn er ist einfach nicht in der Lage, diesen Job zu machen, und er fügt dem US-Militär erheblichen Schaden zu."
+++ 05:44 DeSantis prophezeit düstere Zukunft für die Republikaner +++
Nach der verheerenden Niederlage der Republikaner bei den US-Parlamentswahlen hat Floridas scheidender Gouverneur Ron DeSantis von nahezu existenzbedrohenden Folgen für seine Partei gesprochen. Die Niederlage komme einem politischen Meteoriteneinschlag gleich. "Das war eine Zurückweisung der Republikaner in Washington", sagt er bei einem Auftritt in Florida. Die Demokraten seien lediglich die Nutznießer gewesen. Der Gouverneur warnt, die Niederlage könne die Partei noch über Jahre hinweg schwächen. Selbst bei der nächsten Präsidentschaftswahl 2028, bei der auch das Parlament neu gewählt wird, rechne er nicht damit, dass die Republikaner die Mehrheit im Senat zurückerobern könnten. Auch im Repräsentantenhaus halte er das für unwahrscheinlich. Es könne viele Jahre dauern, bis die Partei wieder sowohl das Weiße Haus als auch beide Kammern im Parlament kontrolliere. Eine Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl 2028 hat DeSantis bislang nicht ausgeschlossen. Auf eine entsprechende Frage antwortete er im März lediglich: "Wir werden sehen." Seine Amtszeit als Gouverneur von Florida endet im Januar.
+++ 04:52 Demokratin gewinnt Abgeordnetensitz in Nevada-Hochburg der Republikaner +++
Die Demokratin Teresa Benitez-Thompson hat in Nevada einen normalerweise von den Republikanern gehaltenen Sitz im Repräsentantenhaus gewonnen, wie die Associated Press mitteilt. Damit baute sie die Dynamik der Demokraten weiter aus, die zur Rückeroberung der Mehrheit in der unteren Kammer führte. Nach Auszählung von 91 Prozent der Stimmen erhielt Benitez-Thompson 50,3 Prozent der Stimmen, verglichen mit ihrem republikanischen Gegenkandidaten David Flippo, einem von Präsident Trump unterstützten Air-Force-Veteranen, der auf 44,4 Prozent der Stimmen kam. Benitez-Thompson ist eine ehemalige Mehrheitsführerin im Landesparlament und wurde von mehreren Gewerkschaftsgruppen in dem Bezirk unterstützt. Ihr Sieg führt dazu, dass nun jeder Sitz im Repräsentantenhaus des Bundesstaates von Demokraten besetzt ist. Die Demokraten konnten zudem den Gouverneursposten für sich entscheiden und stellen derzeit zwei Senatoren.
+++ 03:49 Bush-Ex-Sprecher zu Vance: Problem war nicht Iran-Krieg, sondern der Waffenstillstand +++
Der Pressesprecher des Weißen Hauses unter US-Präsident George W. Bush, Ari Fleischer, hat nach der Wahlniederlage der Republikaner bei den Midterms der Analyse von Vizepräsident JD Vance rundheraus widersprochen. Im Ton höflich, aber in der Aussage scharf richtet sich Fleischer auf X direkt an Vance. "Sehr geehrter Herr Vizepräsident, bitte erlauben Sie mir, eine andere Perspektive vorzutragen. Das Problem war nicht der Iran-Krieg. Es war der Waffenstillstand. Wenn Sie einen Krieg beginnen, müssen Sie ihn gewinnen und beenden - andernfalls fangen Sie ihn gar nicht erst an."
Vance hatte zuvor geschrieben, der von Trump begonnene Iran-Krieg sei für den erdrutschartigen Sieg der Demokraten verantwortlich. "Jeder weiß, warum wir verloren haben. Und jede Diskussion darüber, wie es weitergeht, muss dort ansetzen", schrieb Vance in einem langen Beitrag auf der Plattform X. Fleischer war von Januar 2001 bis Juli 2003 Sprecher des Weißen Hauses und begleitete öffentlich die Terroranschläge vom 11. September 2001 und den Beginn des Irakkriegs.
+++ 02:46 Demokrat Jeffries kandidiert für das dritthöchste Amt im Staat +++
Der demokratische Kongressabgeordnete Hakeem Jeffries, der derzeitige Minderheitsführer im US-Repräsentantenhaus, kündigt übereinstimmenden Medienberichten zufolge offiziell seine Kandidatur für das Amt des Sprechers der Kongresskammer an. Es ist das dritthöchste Amt im Staat - nach dem Präsidenten und Vizepräsidenten. Mit einer überwältigenden Mehrheit im Rücken steht Jeffries davor, der erste Schwarze in dieser Funktion in der Geschichte der USA zu werden. Im Januar, sobald der neue Kongress vereidigt ist, wird über Jeffries' Kandidatur sowie über alle anderen demokratischen Mitglieder, die für das Amt kandidieren, abgestimmt.
+++ 01:43 "Es ist so dunkel draußen": Trump sinniert über die Sommerzeit +++
"Es ist so dunkel draußen", schreibt US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social. Damit kommentiert er allerdings nicht die Niederlage seiner Partei bei den Zwischenwahlen, sondern einen im Senat gescheiterten Gesetzesvorschlag zur dauerhaften Einführung der Sommerzeit. "Vor wenigen Tagen war es um diese Zeit noch so schön sonnig", schreibt Trump fügt hinzu: "Ich wollte vor der Wahl kein großes Aufhebens darum machen, weil ich nicht wollte, dass bestimmte Senatoren ihre Wahl haushoch verlieren, aber es ist schade, dass sie es nicht schaffen." Er räumt ein, dass das Land "weitaus wichtigere Prioritäten" habe, fügt aber hinzu: "Ich werde weiter dafür kämpfen!"
+++ 00:58 Trump-Berater: Pentagon-Chef Hegseth könnte auf der Abschussliste stehen +++
US-Präsident Donald Trump hat sich nach der schweren Niederlage seiner Republikaner bei den Kongresswahlen hinter Verteidigungsminister Pete Hegseth gestellt. Auf die Frage, ob er einen Abwechslung Hegseths erwäge, sagte Trump am Mittwoch vor Journalisten: "Nein, ich denke, er macht einen sehr guten Job." Insider sagten jedoch, Trump könne Hegseth ersetzen. "Hegseth könnte auf der Abschussliste stehen", sagte ein Berater Trumps. "Jemand wird für die Wahlniederlage verantwortlich gemacht werden, und Sie wissen, dass das nicht Trump sein wird." Hegseth gilt als maßgeblicher Befürwortes des Kriegs gegen den Iran.
+++ 00:21 Republikaner aus Nebraska fordert Rückkehr zu Reagan +++
Der republikanische Kongressabgeordnete Don Bacon aus Nebraska, der sein Mandat an eine Demokratin verlor, geht mit US-Präsident Donald Trump hart ins Gericht. Die Wähler hätten "Populismus, Chaos, Putin und Zöllen eine Absage erteilt", bilanziert Bacon, der Trumps Zollpolitik und seine Russland-freundliche Haltung im Ukraine-Krieg kritisch sieht. Er fordert eine Rückkehr zu den republikanischen "Wurzeln" aus der Zeit von Präsident Ronald Reagan (1981 bis 1989) - wie freien Märkten, Recht und Ordnung und niedrigen Steuern.
+++ 23:47 Floridas scheidender Gouverneur DeSantis spricht von politischer Nahtoderfahrung +++
Die Kommentare zu der deutlichen Niederlage der Republikaner bei den Midterms fallen heftig aus. Von einer politischen Nahtoderfahrung spricht der scheidende Gouverneur des Bundesstaates Florida, Ron DeSantis. Mit einem "Artensterben" nach einem gewaltigen Meteoriteneinschlag vergleicht der Republikaner und langjährige Trump-Unterstützer die krachende Niederlage seiner Partei. Der 48-Jährige kreidet der Trump-Regierung unter anderem ihren Umgang mit dem Skandal um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein an und ihre laxe Haltung bei künstlicher Intelligenz (KI).
+++ 23:11 Name von Texas-Sieger Talarico sorgt in Brasilien für Erheiterung +++
Der Wahlsieg des Demokraten James Talarico im US-Bundesstaat Texas hat den künftigen Senator auch in Brasilien zum Internetphänomen gemacht. Der Grund ist sein Nachname: "Talarico" bezeichnet im brasilianischen Sprachgebrauch einen Mann, der sich an die Partnerin eines Freundes heranmacht. Brasilianische Internetnutzer griffen eine alte Geschichte nach Talaricos Wahlsieg wieder auf und verbreiteten erneut Witze über den Namen des Politikers. Schon im November 2020 hatte der damalige Abgeordnete des texanischen Parlaments bemerkt, dass zahlreiche Brasilianer ihn auf der Plattform X - damals Twitter - erwähnten. Nachdem er die Bedeutung seines Nachnamens herausgefunden hatte, nahm er die Scherze mit Humor. "Hallo, Brasilien! Ich mache hier in Texas nur gute Politik - ich verspreche, dass ich dir nicht deine Freundin ausspanne", schrieb er damals.
+++ 22:53 Wahlsieg der Demokraten beflügelt die Wall Street +++
Der Wahlsieg der Demokraten hat der Wall Street im Tagesverlauf kräftigen Auftrieb gegeben. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schließt 3,0 Prozent fester bei 53.356 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewinnt 1,6 Prozent auf 7688 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückt um 1,4 Prozent auf 25.736 Stellen vor. Der Wahlausgang sorge für Klarheit und reduziere die Unsicherheit, sagt Terry Sandven, Chef-Anlagestratege bei U.S. Bank Wealth Management. Dies sei oft günstig für die Aktienkurse. Auch der Dax war heute im Aufwind: Der deutsche Leitindex stieg um 2,2 Prozent auf 26.437 Punkte, der EuroStoxx50 legte um zwei Prozent zu.
+++ 22:26 Bewohner Idahos haben "Staatswaffe" gewählt +++
Die Kartoffel ist im landwirtschaftlich geprägten US-Bundesstaat Idaho das Staatsgemüse - nun haben die Bewohner auch eine "Staatswaffe" gewählt. Bei der Abstimmung am Rande der Kongresswahlen setzte sich das Repetiergewehr Winchester 1873 gegen fünf Konkurrenten durch, wie die Zeitung "The Hill" und andere US-Medien berichten. Die Winchester kam bei der Abstimmung auf rund 31 Prozent und deklassierte damit zwei weitere Gewehre - darunter die etwas jüngere Winchester 1894 - und drei Colts. Als "das Gewehr, das den Westen eroberte" ist die Winchester 1873 in den USA bekannt. Zum Star wurde die Waffe durch einen gleichnamigen Western-Film von 1955. Die historische Western-Ikone Buffalo Bill soll die Winchester als "den Boss" bezeichnet haben.
+++ 22:00 Trump verliert freie Hand bei Richterernennungen +++
Nach dem Verlust der Mehrheit im US-Senat endet für Präsident Donald Trump die Zeit der zügigen Ernennung konservativer Bundesrichter. Wenn die Demokraten am 3. Januar mit mindestens 54 Sitzen die Kontrolle über die Kongresskammer übernehmen, verliert er die Möglichkeit, seine Wunschkandidaten problemlos durchzusetzen. Dies gilt insbesondere für künftig frei werdende Posten am Obersten Gerichtshof, dem Supreme Court. In den USA werden die Kandidaten vom Präsidenten nominiert und müssen dann vom Senat bestätigt werden. Die Republikaner hatten sich auf einen Machtwechsel vorbereitet und versuchen nun, in der Übergangsphase bis zum Jahresende so viele Richter wie möglich zu bestätigen. Der scheidende Vorsitzende des Justizausschusses, Chuck Grassley, setzte gegen den Widerstand der Demokraten zusätzliche Anhörungen an. Damit könnte das Senatsplenum noch vor Weihnachten bis zu 22 ausstehende Personalien billigen. Ein Vertreter des Präsidialamts teilte mit, man gehe davon aus, dass alle verbleibenden Anwärter in diesem Jahr bestätigt würden.
+++ 21:45 Kleim: Republikaner-Pleite wird mit Nixon-Ära verglichen +++
"Washington Post", "New York Times", "Wall Street Journal": Selten waren sich Amerikas große Zeitungen so einig wie an diesem Morgen (Ortszeit). Die Niederlage der Republikaner ist mehr als eine Delle in Donald Trumps Präsidentschaft. Sie weckt Erinnerungen an ein Jahr, das in Washington niemand vergessen hat, erklärt USA-Experte Peter Kleim.
+++ 21:32 Früherer Senator und Gouverneur Mitt Romney rechnet mit eigener Partei ab +++
Mit einer Aneinanderreihung verschiedener Faktoren, die aus seiner Sicht für die Niederlage der Republikaner bei den Zwischenwahlen gesorgt haben, geht Mitt Romney mit seiner Partei hart ins Gericht. "Schlechte Politik und ein schlechter Charakter führen zu einer schlechten Politik: unberechenbare Zölle, ein impulsiver Iran-Krieg, pauschale Begnadigungen, offensichtliche Korruption, eine als Waffe eingesetzte Justiz, Brutalität der Einwanderungsbehörde ICE, gigantische Defizite, das Verheimlichen von Epstein, das Im-Stich-Lassen von Verbündeten und das Verhätscheln von Feinden", zählt der frühere Senator und Gouverneur von Massachusetts in einem X-Post auf. "Ich hoffe auf eine Kurskorrektur - für das Land und für meine Partei."
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