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Thüringen300 Einsatzkräfte trainieren Brand-Szenario auf A4 bei Jena

08.11.2026, 11:14 Uhr
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Bei einem Brand in einem Autobahntunnel kommt es auf jede Minute an, um Menschenleben zu retten. Dafür müssen Rettungsabläufe reibungslos funktionieren. Deshalb werden solche Einsätze trainiert.

Jena (dpa/th) - Ein brennender Lastwagen im Autobahntunnel, verletzte Menschen, Verkehrsstau: Auf der Autobahn 4 bei Jena haben Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz aus Jena und umliegenden Regionen einen Großeinsatz für ein solches Szenario trainiert. Rund 300 Einsatzkräfte und Übungsdarsteller waren in der Nacht zum Sonntag an der Großübung im Lobdeburg-Tunnel beteiligt, wie die Stadtverwaltung Jena mitteilte. Neben den notwendigen Rettungsmaßnahmen seien vor allem die Führung und die Koordination verschiedener Einsatzkräfte und die Kommunikation über größere Entfernungen hinweg geübt worden.

Ein Tunnelbrand stellt die Einsatzkräfte nach Angaben der Stadt vor besondere Herausforderungen: Starke Rauchentwicklung, extreme Hitze und eingeschränkte Sicht erschweren Orientierung und Menschenrettung. Einsatzkräfte müssten lange Wege bewältigen, die Kommunikation im Tunnel sei erschwert, viele Verletzte müssten gleichzeitig versorgt werden. Verkehrsstaus, zu denen es bei solchen Einsätzen kommt, könnten die Anfahrt zusätzlicher Rettungskräfte beeinträchtigen.

Die Übung sollte zeigen, wie die Abläufe klappen und Defizite offenlegen, die für den Ernstfall ausgeräumt werden müssen. Nach einer ersten Einschätzung der Jenaer Feuerwehr haben sich etwa die etablierten Führungsstrukturen bewährt, während es bei der Kommunikation teilweise Probleme gegeben habe, die zu Verzögerungen im Einsatzablauf geführt hätten.

Vorbereitung auf veränderte Bedingungen bei Tunnelsanierung

Die Vollübung, für die die A4 im betreffenden Autobahnabschnitt von Samstagabend bis Sonntagmorgen voll gesperrt worden war, diente auch der Vorbereitung auf die für 2028/2029 geplante umfassende Sanierung des Lobdeburg-Tunnels. Diese Bauarbeiten hätten Auswirkungen auf die Anfahrt von Rettungskräften, die Bereitstellung von Fahrzeugen und das taktische Vorgehen bei solchen Einsätzen, so die Stadtverwaltung. Der zum Lärmschutz errichtete, 600 Meter lange Lobdeburg-Tunnel war 2009 fertiggestellt worden.

Quelle: dpa

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