BayernBürger sollen für Weihnachtsbeleuchtung spenden

Ausgerechnet in als reich geltenden Kommunen am Starnberger See ist das Geld für die Weihnachtsbeleuchtung offenbar knapp. Das führt nun zu besonderen Maßnahmen.
Tutzing/Starnberg (dpa/lby) - Am Starnberger See sollen die Bürger für die Weihnachtsbeleuchtung spenden. Die Gemeinde Tutzing hat einen Aufruf veröffentlicht. "Der Gemeinderat hat beschlossen, eine Spendenaktion für festliche LED-Weihnachtssterne ins Leben zu rufen, die die Ortsmitte zur Weihnachtszeit stimmungsvoll in Szene setzen sollen", heißt es auf der Homepage der Kommune.
"Die Gemeindeverwaltung hat bereits die notwendigen Vorarbeiten geleistet. An 18 Laternenmasten entlang der Hauptstraße wurden Steckdosen installiert, die Infrastruktur steht also bereit. Was jetzt noch fehlt, sind die eigentlichen Weihnachtssterne." Und die sind laut Homepage für 576 Euro pro Stück zu haben - eine Summe, die die Gemeinde gerne von ihren Bürgern hätte, wie am Wochenende die "Süddeutsche Zeitung" berichtete.
In dem Spendenaufruf, der seit Mitte Oktober online ist, heißt es: "Jede Spende ist willkommen und hilft dabei, die Hauptstraße möglichst bald weihnachtlich erstrahlen zu lassen. Die Gemeinde hofft, die Installation noch rechtzeitig zur diesjährigen Weihnachtszeit abschließen zu können."
Starnberg sammelt für "Lichtzöpfe"
Auch in Starnberg gibt es eine ähnliche Aktion. Dort hofft die City Initiative Starnberg auf weitere Lichtzöpfe, die - je nach Größe - 455,57 oder 665,21 Euro kosten. Der Landkreis Starnberg verfügt bundesweit über das höchste verfügbare Einkommen pro Kopf.
"Lassen Sie uns gemeinsam dazu beitragen, Starnberg festlicher und einladender zu gestalten. Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass möglichst viele Straßen in warmem Lichterglanz leuchten und Starnberg in der Advents- und Weihnachtszeit zu einem Ort wird, in dem sich seine Bürger und Besucher gerne aufhalten", heißt es in dem Spendenaufruf. "Um das weihnachtliche Ambiente auch auf die bisher nicht ausreichend beleuchteten Straßen in der gesamten Innenstadt auszuweiten - einschließlich der Maximilianstraße - möchten wir Sie zu einem Gemeinschaftsprojekt einladen."