Für Matratzen, Boote und Co.Elektrische Luftpumpen im Test - welche hat den längsten Atem?

Von der Luftmatratze bis zum Planschbecken - elektrische Luftpumpen sind extrem praktische Gadgets, wenn's ums Aufblasen geht. Der ntv Produkt-Check testet sechs Geräte auf Handhabung und Effizienz. Welches erpumpt sich den Testsieg?
Elektrische Mini‑Pumpen erleichtern den Auf- und Abbau von Planschbecken, Luftmatratzen und Co. enorm: Die handlichen Geräte pumpen nicht nur Luft in die entsprechenden Objekte hinein, sondern können sie auch wieder heraussaugen. Für unseren Test nehmen wir sechs günstige Luftpumpen genauer unter die Lupe. Wichtig zu wissen: Fahrradreifen lassen sich nur mit einem der getesteten Modelle aufpumpen.
Luftpumpen-Check - das Fazit
Preis, Leistung, Lautstärke, Vielseitigkeit - die Dr.meter-Akku-Pumpe* kann uns im Test in allen Bereichen überzeugen und sichert sich damit souverän den Testsieg.
So testen wir die Luftpumpen
Die zentrale Frage lautet: Wie viel Zeit und Aufwand lässt sich durch die Mini‑Kompressoren wirklich sparen? Vier Akku- und zwei Netzpumpen müssen sich entsprechend im Praxistest beweisen: Wie einfach ist die Handhabung? Im Anschluss pumpen wir ein kleines Planschbecken vollständig auf und stoppen die Zeit. Außerdem messen wir die Lautstärke aus 30 Zentimetern Entfernung. Für die Bestimmung der Laufzeit lassen wir die Akku‑Pumpen im Dauerbetrieb laufen, bis sie sich abschalten.
Diese elektrischen Luftpumpen von Dr.meter, Bosch und Co. testen wir
Testsieger: Dr.meter - Akku-Pumpe, circa 22 Euro*
deeplee - Steckdosen-Pumpe, circa 20 Euro (aktuell nicht verfügbar)
*Die Verkaufspreise können sich jederzeit ändern, Händler passen ihre Preise oft unabhängig von der unverbindlichen Empfehlung des Herstellers an.
Dr.meter-Akku-Pumpe - Testsieger im Luftpumpen-Check
Kurz und knapp: Ein ausgewogener Akku‑Allrounder ohne nennenswerte Schwächen und mit gutem Preis‑Leistungs‑Verhältnis.
Dank des integrierten Akkus eignet sich die Dr.meter-Akku-Pumpe* gut für den Einsatz unterwegs. Die Bedienung ist denkbar einfach: Die passende Düse muss lediglich auf den entsprechenden Anschluss gesteckt und in das Ventil von Luftmatratze oder Schlauchboot eingeführt werden. Dann den Einschaltknopf drücken, schon kann es losgehen mit dem Aufpumpen - im Test dauert das bei einem Planschbecken 35 Sekunden. Klarer Pluspunkt: Die Düsen sitzen fest, rasten gut ein und sorgen für eine unkomplizierte Handhabung. Mit einer Akkulaufzeit von 24 Minuten bewegt sich die Dr.meter-Pumpe im Test-Mittelfeld. Das Gadget erreicht 85 Dezibel, vergleichbar mit der Lautstärke eines Föhns, und liegt damit auf einem akzeptablen Geräuschniveau. Auch preislich liegt die Pumpe im Mittelfeld - unterm Strich also ein vielseitiges Gerät für zu Hause und für unterwegs.
Deeplee-Pumpe - Netzstrom‑Sprinter für Ungeduldige
Kurz und knapp: Schnell und günstig, dafür aber laut und steckdosenabhängig.
Die deeplee-Steckdosen-Pumpe besitzt einen Netzstecker und ist dadurch deutlich weniger flexibel als jene Varianten, die mit einem Akku ausgestattet sind. Dafür hat das Modell ordentlich Power und benötigt lediglich 20 Sekunden, um das Planschbecken aufzublasen. Drei mitgelieferte Düsen passen auf nahezu alle Pool‑ und Bootventile. Kleiner Haken: Sie werden lediglich aufgesteckt und rasten nicht ein, sodass sie nicht hundertprozentig stabil sitzen. Ein Zigarettenanzünder‑Adapter fehlt, ohne diesen Anschluss lässt sich die Pumpe leider nicht unterwegs im Auto nutzen. Punkten kann die Deeplee-Pumpe dafür beim Handling - das 1,60 Meter lange Netzkabel verschafft guten Spielraum. Mit 90 Dezibel ist das Gerät etwas lauter als unsere Akku-Modelle. Für alle, die preisbewusst shoppen wollen: Gemeinsam mit der Jsdoin-Pumpe ist die Deeplee das günstigste Gerät im Test.
SUPPOU - Akku-Pumpe, die durchhält
Kurz und knapp: Starke Ausdauer und ordentlich Tempo, durchschnittlich in Sachen Lautstärke und mit potenziell fragilen Düsen.
Der starke Akku der SUPPOU-Akku-Pumpe* hält im Dauerbetrieb gut 35 Minuten durch und besitzt damit die mit Abstand längste Laufzeit in unserem Test. Bis das Planschbecken voll ist, braucht es 38 Sekunden - etwas länger als bei den beiden anderen Akku-Modellen, aber immer noch ein durchaus flotter Wert. Drei Aufsätze in verschiedenen Größen lassen sich einhaken und sitzen danach stabil. Sie liegen jedoch vollständig lose im Karton - die Gefahr, verloren zu gehen, ist hoch. Im Praxistest bricht eine Düse an der Hakenstelle, als wir etwas kräftiger drücken - hier ist definitiv Vorsicht geboten. In Sachen Lautstärke bewegt sich die Pumpe von SUPPOU mit 86 Dezibel im Mittelfeld.
Die elektrische Jsdoin-Pumpe - schnell, laut und günstig
Kurz und knapp: Superschnell und günstig, aber auch etwas lauter und mit kurzem Kabel.
Die Jsdoin - Steckdosen-Pumpe* muss an die Steckdose angeschlossen werden und pumpt das Becken in 20 Sekunden auf, genauso schnell wie das Netzgerät von Deeplee. Mit 90 Dezibel liegen die beiden Pumpen auch in Sachen Lautstärke gleichauf. Das Netzkabel misst allerdings nur 90 Zentimeter, was die Bewegungsfreiheit deutlich einschränkt. Pluspunkt: Mit dem Zigarettenanzünder‑Adapter lässt sich die Jsdoin auch im Auto anschließen. Die drei Düsen werden lediglich aufgeschoben und sitzen nicht perfekt, erledigen ihren Job aber zuverlässig. Wer mit kurzem Kabel und etwas Geräuschpegel leben kann, erhält mit der Jsdoin-Pumpe ein echtes Pumpen‑Schnäppchen.
Anngrowy-Pumpe überzeugt im Luftpumpen-Test mit Power ohne Krach
Kurz und knapp: Leiseste Pumpe im Test mit praktischer Düsen‑Vielseitigkeit und ordentlicher Ausdauer.
Die Anngrowy - Steckdosen-Pumpe* ist das teuerste Modell im Test und kommt als einziges Gerät in schlankem Design mit vier Düsen. Unbedingt beachten: Die Aufsätze liegen lose im Karton und können unterwegs leicht verloren gehen. Beim Tempo liefert die Anngrowy ab: In 35 Sekunden ist das Planschbecken aufgepumpt - damit ist die Pumpe genauso schnell wie die Pumpe von Dr.meter. Mit nur 80 Dezibel ist die Anngrowy vergleichsweise leise. Mit einer Akkulaufzeit von gut 23 Minuten liegt sie im soliden Mittelfeld - nicht rekordverdächtig, aber ausreichend für die meisten Pumpvorhaben.
Bosch EasyPump füllt auch Reifen mit Luft
Kurz und knapp: Hochwertig verarbeitet und stark bei Reifen und Bällen - weniger geeignet für Wassersportartikel.
Mit der BOSCH EasyPump* lassen sich auch Reifen und Bälle aufpumpen. Die Verarbeitung wirkt hochwertig, der Griff liegt angenehm in der Hand. Praktisch: Drei Adapter sind im Gehäuse verstaut, wobei die Aufsätze verschraubt werden und entsprechend sicher sitzen. Der Zieldruck lässt sich in bar vorwählen, Start drücken, und der Auto-Stop beendet den Vorgang am Sollwert. Unterbrechen ist jederzeit möglich.
Unser Test zeigt: Ein Basketball ist in wenigen Sekunden prall, einen platten 28-Zoll-Fahrradreifen bringt die EasyPump in 2:30 Minuten auf 3 bar. Im Test messen wir dabei eine Lautstärke von 79 Dezibel - der leiseste Wert unter allen Pumpen. Schade: Der Planschbecken-Check fällt aus, weil der beiliegende Kunststoffadapter für die breite Öffnung zu schmal ist. Für Luftmatratzen und Schlauchboote wären größere Adapter wünschenswert.
*Die Testredaktion rund um den ntv Produkt-Check ist unabhängig und erwirbt alle Produkte auf eigene Kosten. In seltenen Fällen werden Test-Geräte auch leihweise von Herstellern zur Verfügung gestellt. Bei Tests wie bei Vergleichen bewerten wir nach objektiven, nachvollziehbaren Kriterien. Wird ein Produkt über einen Affiliate-Link gekauft, erhält ntv eine Provision. Für den Käufer entstehen dabei keine Mehrkosten.
Dieser Artikel erschien erstmalig am 15. Oktober 2025 und wurde danach redaktionell bearbeitet.




