"Kein Unfall und kein Suizid" Monegassische Fürstenfamilie trägt Antoine de Massy zu Grabe

Mit 29 Jahren stirbt Antoine de Massy, ein Großcousin von Fürst Albert von Monaco, unter noch ungeklärten Umständen. Während seine Familie Abschied nimmt, äußert sich sein Vater zum Tod des Sohnes.
Fürst Albert II. und Mitglieder der monegassischen Fürstenfamilie trauern um Antoine de Massy, der kürzlich unter bislang nicht geklärten Umständen im Alter von 29 Jahren gestorben ist. In der monegassischen Kathedrale Notre-Dame-Immaculée fand am Mittwoch eine größere Trauerfeier für den Verstorbenen statt, nachdem am Vorabend in der Kapelle des Palastes bereits eine private Totenwache gehalten worden sein soll.
Die Angehörigen sowie die Fürstenfamilie nahmen laut der Tageszeitung "Monaco-Matin" Abschied. Der Palast veröffentlichte auf Instagram ein Bild aus der Kathedrale, das unter anderem die Trauergemeinschaft, den Sarg und mehrere Trauergestecke beziehungsweise -kränze zeigt. "In Gedenken an Antoine de Massy, dessen Beerdigung heute in der Kathedrale von Monaco stattfand", heißt es auf dem offiziellen Account der Fürstenfamilie dazu.
Antoine de Massy war der Sohn von Christian de Massy, einem Cousin von Fürst Albert. Die Leiche des 29-Jährigen soll in einer Grünanlage entlang des Boulevard du Larvotto gefunden worden sein, wie "Monaco-Matin" berichtete. Die Staatsanwaltschaft ermittelt zu den Todesumständen. Antoine de Massy soll bei einem Sturz aus 13 Metern Höhe ums Leben gekommen sein. Christian de Massy erklärt im Gespräch mit der italienischen Tageszeitung "Corriere della Sera", dass der Tod seines Sohnes seiner Ansicht nach "kein Unfall und kein Suizid" gewesen sein soll.
Verdächtiger festgenommen
Nach Medienberichten war der 29-Jährige in der Nacht von Samstag auf Sonntag dabei beobachtet worden, wie er schwankend einen Nachtclub im Fürstentum verließ. Die Auswertung der Videoüberwachung ermöglichte es den Ermittlern, eine Person zu identifizieren, die sich in der Nähe des Tatorts aufgehalten hatte. Daraufhin wurde am Montagmorgen ein 42-jähriger Ukrainer festgenommen, gegen den wegen fahrlässiger Tötung und unterlassener Hilfeleistung ermittelt werde. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft, bestreitet aber jegliche Beteiligung an de Massys Tod.
Antoine de Massy wollte als Kind Tennisprofi werden, zog deshalb zu seinem Vater nach Miami. Eine Verletzung am Handgelenk beendete seine sportlichen Ambitionen. Er studierte später in den USA und gründete in Monaco ein Unternehmen für digitale Bezahllösungen
Christian de Massy erklärt im Interview mit der Zeitschrift "Corriere della Sera", dass sein Sohn "ein guter Junge" gewesen sei: "Er wollte doch nur glücklich sein."