Röcke tragen beideKönigin Máxima trifft König der Ashanti

Die niederländische Königin Máxima ist für die Vereinten Nationen derzeit in Ghana unterwegs. Dort trifft sie auch auf König Otumfuo Nana Osei Tutu II. Als sie mit traditioneller Musik und Tanz begrüßt wird, stimmt sie prompt mit ein.
Königin Máxima hat bei ihrer Reise nach Ghana einen besonderen Empfang erlebt. In Kumasi traf die Niederländerin den König des Ashanti-Reiches und dessen Ehefrau. Zur Begrüßung gab es traditionelle Musik und Tänze - bei denen Máxima kurzerhand selbst mitmachte.
Bei dem Treffen mit Otumfuo Nana Osei Tutu II. und seiner Ehefrau Lady Julia präsentierte sich die 55-Jährige in einem farbenfrohen Ensemble des italienischen Modehauses Etro. Wie ihr Outfit hatte auch das Gewand des Königs die Form eines Rocks. Er trägt den Titel Asantehene und ist seit April 1999 das Oberhaupt der Ashanti.
Bei dem Wiedersehen tauschten sich Máxima und der König laut niederländischen Medien auch über ihre Familien aus. Osei Tutu II. erkundigte sich nach den drei Töchtern der Königin mit König Willem-Alexander. Alle drei seien inzwischen erwachsen und würden studieren, berichtete Máxima.
Kronprinzessin Amalia (22) studiert niederländisches Recht und ist zudem bei den Streitkräften. Máximas zweite Tochter Alexia (21) studiert in London, während Prinzessin Ariane (19) in Delft Luft- und Raumfahrttechnik belegt.
Mehrtägige Reise durch Ghana
Das Ashanti-Königreich blickt auf eine lange Geschichte zurück. Ghana ist zwar eine demokratische Republik mit einem Präsidenten als Staatsoberhaupt. Traditionelle Monarchien und ihre Oberhäupter spielen im gesellschaftlichen Leben des Landes aber weiterhin eine wichtige Rolle. Der Asantehene hat insbesondere eine spirituelle und kulturelle Funktion. Am Königshof gelten jahrhundertealte Traditionen und ein strenges Protokoll.
Der Besuch beim Ashanti-König ist Teil einer mehrtägigen Reise Máximas durch Ghana. Sie ist dort in ihrer Funktion als Sonderbeauftragte des UN-Generalsekretärs für finanzielle Gesundheit unterwegs. Dabei geht es um die Frage, wie Menschen besser mit ihren Finanzen umgehen und sich langfristig wirtschaftlich absichern können.
Schon am Dienstag hatte die Königin unter anderem einen Markt in der Hauptstadt Accra besucht. Dort informierte sie sich über eine App, mit der Unternehmerinnen ihre Finanzen verwalten und Kredite sowie Sparangebote nutzen können. Am Donnerstag standen Gespräche mit dem Finanzministerium, der Bank of Ghana und Präsident John Mahama auf dem Programm.