Beim 1. FC Heidenheim beginnt nach der angekündigten Abschiedssaison von Frank Schmidt die Suche nach einem neuen Cheftrainer. Einer der Namen, die dabei in den internen Überlegungen auftauchen dürften, ist Patrick Mayer. Der 38-Jährige arbeitet seit 2022 wieder für den FCH, trainiert aktuell die U19 sowie die neu geschaffene U21 und leitet den Leistungsbereich von der U16 bis zur U19. Eine Entscheidung über Schmidts Nachfolge ist nicht gefallen, konkrete Gespräche mit Mayer sind ebenfalls nicht bekannt. Sein Profil würde jedoch zur Heidenheimer Linie passen: Mayer kennt den Verein, seine Strukturen und die sportliche Philosophie aus unterschiedlichen Perspektiven. Schon als Spieler stand der frühere Mittelstürmer insgesamt 111-mal für den FCH auf dem Platz, erzielte 42 Tore und bereitete 17 weitere Treffer vor. In der Saison 2010/11 wurde er mit 19 Toren Torschützenkönig der 3. Liga.
Auch seine Trainerlaufbahn ist eng mit der Ostalb verbunden. Nach ersten Schritten als Spielertrainer beim SV Beuren kehrte Mayer im Sommer 2022 nach Heidenheim zurück und übernahm zunächst die U17. Drei Jahre später rückte er zur U19 auf, seit dieser Saison betreut er zusätzlich die U21 in der neuen DFL-Nachwuchsliga. Mayer hat betont, wie stark ihn Schmidt während der gemeinsamen Zeit geprägt habe und dass der FCH für ihn zu einer zweiten Heimat geworden sei. Diese Kenntnis der besonderen Heidenheimer Klub-DNA könnte bei der Nachfolgersuche für ihn sprechen. Allerdings wäre der Sprung aus dem Nachwuchsbereich direkt auf die Profibank eine große Beförderung. Zudem müsste die für den Profifußball erforderliche Lizenzfrage geklärt sein. Vorstandschef Holger Sanwald will die durch Schmidts frühe Entscheidung gewonnene Zeit für eine sorgfältige Suche nutzen. Mayer dürfte dabei zumindest als interne Möglichkeit geprüft werden, während auch externe Kandidaten in den Fokus rücken können.

