Transfer-Ticker

Offiziell: Ronaldo sagt Portugal nach 23 Jahren ade

wmPQIR9V_400x400
imago1046208925h
Cristiano Ronaldo hat seine Karriere in der Nationalmannschaft beendet. (Foto: Imago)
00:00 / 02:04
05.11.2026 | 11:31 Uhr

Cristiano Ronaldo hat seine außergewöhnliche Laufbahn in der portugiesischen Nationalmannschaft beendet. Der 41-Jährige gab seinen Abschied nach 234 Länderspielen bekannt und schließt damit eines der prägendsten Kapitel der internationalen Fußballgeschichte. Ronaldo hatte am 20. August 2003 im Alter von 18 Jahren gegen Kasachstan sein Debüt für die Seleção gefeiert. Mehr als 23 Jahre später verabschiedet er sich als weltweiter Rekordnationalspieler und Rekordtorschütze des Männerfußballs. In seinen 234 Partien erzielte der Angreifer 146 Tore. Er war über viele Jahre Kapitän, Fixpunkt und Gesicht der portugiesischen Auswahl. Sein letztes Länderspiel bestritt Ronaldo im September 2026 gegen Wales. Die Entscheidung betrifft ausschließlich seine Karriere in der Nationalmannschaft; auf Vereinsebene steht der fünfmalige Ballon-d’Or-Gewinner weiterhin bei Al-Nassr in Saudi-Arabien unter Vertrag.

Der größte Erfolg im Nationaltrikot gelang Ronaldo bei der Europameisterschaft 2016 in Frankreich. Nach einer im Finale gegen den Gastgeber erlittenen Verletzung unterstützte er seine Mannschaft von der Seitenlinie, ehe Portugal durch ein 1:0 nach Verlängerung erstmals Europameister wurde. Hinzu kamen die Triumphe in der Nations League 2019 und 2025. Ronaldo nahm an sechs Weltmeisterschaften und sechs Europameisterschaften teil und erzielte über 23 Kalenderjahre hinweg mindestens ein Länderspieltor. 2023 wurde er gegen Liechtenstein alleiniger Weltrekordhalter bei den Einsätzen, wenig später absolvierte er als erster männlicher Profi sein 200. Länderspiel. Auch den zuvor von Ali Daei gehaltenen Torrekord hatte der Superstar bereits 2021 überboten. Mit seinem Abschied endet nun eine Ära, die den portugiesischen Fußball sportlich und international nachhaltig geprägt hat. Ob der Verband noch ein gesondertes Abschiedsspiel oder eine offizielle Ehrung plant, ist bislang nicht bekannt.

Verwendete Quelle: ntv.de