Beim 1. FC Heidenheim beginnen die Planungen für die Zeit nach Frank Schmidt. Der langjährige Cheftrainer hat entschieden, seinen im kommenden Sommer auslaufenden Vertrag nicht erneut zu verlängern und nach fast 20 Jahren im Amt eine Pause einzulegen. Vorstandschef Holger Sanwald wollte die Zusammenarbeit nach Sky-Informationen fortsetzen und versuchte bis zuletzt, Schmidt von einer Verlängerung zu überzeugen. Der Entschluss des 52-Jährigen steht jedoch fest. Während der Länderspielpause soll ein Profil für den künftigen Cheftrainer definiert werden. Dabei wollen die Verantwortlichen nicht auf Schmidts Erfahrung verzichten: Die Vereinsikone soll in die Suche nach ihrem Nachfolger einbezogen werden und ihre Einschätzung zu möglichen Kandidaten abgeben. Eine schnelle Entscheidung ist nicht zwingend zu erwarten, denn der FCH möchte die historische Zäsur sorgfältig vorbereiten.
Als naheliegender Kandidat wird Marc Schnatterer genannt. Der langjährige Heidenheimer Kapitän kennt den Klub, dessen Strukturen und die Arbeitsweise unter Schmidt wie kaum ein anderer. Eine Beförderung zum Cheftrainer der Profimannschaft ist für den kommenden Sommer allerdings kein Thema. Schnatterer verfügt bislang nicht über die erforderliche Pro-Lizenz und erfüllt damit eine zentrale Voraussetzung für den Posten noch nicht. Die Verantwortlichen müssen ihren Blick bei der Suche deshalb auf andere Profile richten. Unabhängig von der Nachfolgefrage bleibt Schmidt definitiv bis zum Ende der laufenden Saison im Amt. Eine vorzeitige Trennung oder ein früherer Übergang ist nicht vorgesehen. Der Rekordtrainer soll seine letzte Spielzeit mit voller Verantwortung beenden, während im Hintergrund die Weichen für den Neustart gestellt werden. Heidenheim besitzt damit mehrere Monate, um eine Lösung zu finden, die sportlich und menschlich zum Verein passt – und dem schwierigen Erbe Schmidts gewachsen ist.

